Die Fels- und Höhlenbilder auf der indonesischen Insel Sulawesi oder in der spanischen Höhle Cueva de El Castillo in Kantabrien reichen mit ihren über 40.000 Jahren weit zurück in die prähistorische Zeit. Aus Bildsymbolen entwickelten unsere menschlichen Vorfahren durch Vereinfachung Schriftzeichen zur Verständigung über weite Entfernungen hinweg. Bilder als Symbole sind unmittelbar mit der Entwicklung von Bewusstseinsstrukturen verknüpft. Sie enthalten zugleich Ausdrucksformen des Unbewussten, wie wir sie täglich während der Traumphasen im Schlaf erfahren.
Das Buch führt von historischen und erkenntnistheoretischen Grundlagen symbolischen Ausdrucks und seines Verstehens zur Geschichte von Raumsymbolik und therapeutischem Sandspiel/World Technique seit der Entwicklung des Sandspiels durch die britische Ärztin Margaret Lowenfeld. Im Zentrum steht das Lesen von Bildern, die aus der psychodynamischen Bewegung des Unbewussten und des Bewusstseins entstehen. Jedes Symbol kann dabei wie ein Eingangstor zu dahinterliegenden Bedeutungswelten verstanden werden.
Der praktische Teil erschließt anhand von 68 Fallvignetten und gut 70 Fotografien von Gestaltungsprozessen, wie räumliche und symbolische Beziehungsaspekte für die individuelle Entwicklung des jeweiligen Menschen verstanden werden können. Das erstmals 2017 publizierte und jetzt überarbeitete sowie erweiterte Raumsymbolik-Modell bietet hierfür die Orientierungsgrundlage.